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Haushaltwerbung auf neuen Wegen/Teil 1 „Die Hülle“
 
 
Von der „Gelben Hülle“ zu „Die Woch“ Quelle: Werbe Vertrieb Saar GmbH
Von der „Gelben Hülle“ zu „Die Woch“ Quelle: Werbe Vertrieb Saar GmbH
Veränderte Marktbedingungen haben auch in der Haushaltwerbung dazu geführt, dass sich das Medium weiterentwickelt hat. Ein Fallbeispiel aus den Reihen des WVO zeigt, wie eine Antwort auf die gestiegenen Anforderungen vonseiten der Werbetreibenden aussehen kann.

Als Branchenverband der deutschen Zustellunternehmen begrüßt der WVO (Werbe- Vertriebs-Organisationen Verbund e.V.) Initiativen seiner Mitglieder, die dazu beitragen, das Medium Haushaltwerbung voranzutreiben. Der Werbevertrieb Saar GmbH ist dies mit der Einführung und der permanenten Weiterentwicklung der „Gelben Hülle“ bis zur heutigen „Die Woch“ gelungen. Ursprünglich handelte es sich dabei um eine Papierhülle, in der alle für einen Haushalt bestimmten Prospekte gebündelt waren. Die Hülle trug als Absender Name, Adresse und Telefonnummer des Verteilunternehmens. „Wir haben ganz gezielt den Weg aus der Anonymität gewählt, um für Endkunden als Ansprechpartner da zu sein. Das entlastet unsere Auftraggeber bei Reklamationen und wir bekommen ein direktes Feedback zu unserem Produkt.“, erläutert Günter Österreicher, Verkaufsleiter der Werbe Vertrieb Saar GmbH und Vorstandsmitglied des WVO, das Konzept.

Optimierung des Verteilprozesses
Am Anfang der Hülle im Jahr 2004 stand vor allem auch der Gedanke, den Verteilprozess zu optimieren. Denn wie vielerorts war es auch bei der Werbe Vertrieb Saar GmbH bis dato üblich gewesen, dass die Austräger die Prospekte pro Haushalt vor der Verteilung eigenständig per Hand zusammenstellten. In der Praxis sah dies meist so aus, dass der größte Prospekt als Hülle benutzt und die anderen eingelegt wurden. Eine Handhabung, die dem Austräger viel Verantwortung und dem Verteilunternehmen wenig Kontrollmöglichkeiten bietet. Kontrollen darüber, wie viele Prospekte eingelegt werden, können nur stichprobenhaft durch Sichtkontrollen und über anschließende Befragungen durchgeführt werden. Zudem möchte kein Unternehmen seine Prospekte im Prospekt anderer Unternehmen vorfinden. Um die Zustellqualität zu verbessern, wurde mit der Einführung der Hülle die Konfektionierung der Pro-Haushalt-Prospektsendungen an eine Vertriebsgesellschaft übergeben. Seither werden die Prospekte zentral und dadurch kontrollierbar gebündelt. Die Verteiler bekommen die komplett bestückten Hüllen und müssen sich nur noch um eine sachgemäße Zustellung an die Haushalte kümmern.
Da die Vertriebsgesellschaft auch zugleich Ansprechpartner für den Verbraucher ist, wird ein modernes Beschwerdemanagement erleichtert: Reklamationen vonseiten der Endverbraucher gehen an zentraler Stelle ein und können zeitnah und professionell bearbeitet werden.

Endkunden bestimmen das Verteilprodukt
Die Erfolgsstory der „gelben Hülle“, die sich im Saarland zu der beliebten Marke „Die Woch“ weiterentwickelt hat, sieht Günter Österreicher in der Nähe zum Verbraucher begründet. „Ganz am Anfang waren die Innenseiten der Hülle noch blanko, da haben die Leute sich beschwert: Das ist doch Papierverschwendung, das könnt Ihr doch bedrucken. Und genau das haben wir dann auch gemacht.“ Die Seiten wurden danach sowohl redaktionell als auch für Anzeigen genutzt. Erst vor kurzem habe man wiederum auf Wunsch der Endkunden bei der „Woch“ das Fernsehprogramm rausgenommen. Befragungen hatten ergeben, dass die Leser stattdessen lieber über regionale Themen informiert werden wollten. Sich an den Bedürfnissen des Marktes zu orientieren sei heutzutage unabdingbar, so die Auffassung von Günter Österreicher. Daher sei er auch froh, dass die Werbe Vertrieb Saar GmbH von Anfang an auf eine Hülle aus Papier statt auf Plastik gesetzt habe. „Bei Plastik hätte ich dem Verbraucher gegenüber einen Erklärungsnotstand: Wo ist da sein Nutzen?“
Letztendlich ist der neue Weg in der Haushaltwerbung, den die Saarländer eingeschlagen haben, ein intelligenter Service für die Auftraggeber von Haushaltwerbung. „Wir haben einen Draht zum Verbraucher hergestellt und betreiben, wenn man es genau nimmt, Marktforschung für unsere Auftraggeber.“
 
   
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